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Der Modus U6-Prozess
wurde so
erweitert, dass ASICs für Applikationen mit einer
Versorgungsspannung bis zu 100V einfach entwickelt und ökonomisch
gefertigt werden können.
Dies erlaubt die optimale Nutzung der Spannung in Haushaltsgeräten,
bietet eine hohe Sicherheit gegen Spannungsschwankungen in
ungeregelten Versorgungsnetzen und eröffnet die Möglichkeit,
Aktoren, die eine höhere Spannung benötigen, direkt aus dem IC zu
betreiben.
Für das ASIC-Design von Applikationen mit hohen Spannungen auf der
Versorgung sowie an Ein- und Ausgängen stehen unter anderem
Linearregler, Schaltregler, Ausgangstreiber sowie verschiedene
Komparatoren und Operationsverstärker zur Verfügung. Durch die
Möglichkeit, spannungsfeste Widerstände und Transistoren zu
integrieren, können Komponenten eingespart werden, die mit
herkömmlichen ASICs diskret auf der Platine bestückt werden
mussten.
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Sowohl NPN- als auch
PNP-Transistoren sind mit einer Kollektor-Emitter-Durchbruchspannung
bei offener Basis von mindestens 135V verfügbar, wodurch beim
IC-Design umständliche und fehlerträchtige Konzepte wie
Kaskodenschaltungen vermieden werden.
Da sich die Hochvolt-Komponenten nahtlos mit Komponenten für
niedrigere Spannungen zusammenfügen lassen, ist gleichzeitig eine
hohe Integrationsdichte erzielbar.Ein großer Vorteil ist dabei,
dass die abzuführende Verlustleistung klein gehalten werden kann.
Denn neben den Hochvoltelementen lassen sich mit dem ModuS U6
Prozess auch Komponenten wie zum Beispiel Gatter mit geringster
Stromaufnahme integrieren.
Mit Hilfe einer H-Brücke ist es zum Beispiel möglich, eine
Spannung von bis zu ±50V an einen Piezo-Aktor anzulegen.
Operationsverstärker können Eingangssignale bis knapp unter der
Versorgungsspannung erfassen.
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